Was ist Geld, was ist Schein? – Der Geldschein

Warum heisst der Geldschein Geldschein? Weil es nur ein Schein ist!

Der Schein ist ein Schuldversprechen

Wenn Sie eine 100 Euro Banknote in den Händen halten, dann haben Sie eigentlich kein Geld in der Hand, sondern lediglich ein Versprechen!

Geldscheine sind sogenannte Banknoten, die von der Zentralbank eines Landes, in Europa ist das die europäische Zentralbank, herausgegeben werden. Der Zweck eines Geldscheines ist die Bezahlung von Waren und Dienstleistungen.

Geld entsteht erst durch einen Kredit. Dieser wird von der Zentralbank aus dem Nichts geschöpft. Auf der einen Seite entsteht Geld, auf der anderen Seite entsteht eine Schuld.

Der aufgedruckte Geldbetrag ist somit ein Schuldversprechen gegenüber der ausgebenden Notenbank. Das Schuldversprechen war früher, den Geldbetrag jederzeit in Edelmetall eintauschen zu können, was mittlerweile nicht mehr möglich ist.

Nach dem Währungsrecht besteht keine Einlösepflicht der ausstellenden Notenbank, deswegen ist die Notenbank nicht verpflichtet Waren oder Dienstleistungen dagegen zu tauschen. Banknoten haben kein verbrieftes Forderungsrecht, sie stellen nur einen Wert dar, der ausschließlich auf dem Vertrauen gegenüber der Notenbank beruht!

Das Material

Der Euro-Geldschein besteht nicht, so wie es die meisten Deutschen annehmen, aus Papier, sondern aus reiner Baumwolle!

In Kaufhäusern wird oft an der Kasse mit einem Spezialstift über den Geldschein gestrichen, um die Echtheit zu prüfen. Bei einem echten Euro hinterlässt der Stift keine Spuren.

© 2010, Ralf Gerstenlauer. Alle Rechte vorbehalten. Nutzung, auch in Foren und Blogs, nur nach Absprache.

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